Hallo, seit geraumer Zeit spinnt unsere Wäschespinne Linomatic. Problem die Wäschespinne aufspannen verstärkte sich von mal zu mal, bis eines Tages die Schnur riss. Nach fleißiger Reschersche waren die meisten Tipps mit Silikonöl die beweglichen Teile zu ölen. Nach dem Ölen konnte keine Besserung festgestellt werden. Nach dem die Schnur gerissen war mußte auch diese neu eingefädelt werden. Ursache war nicht die Schmierung der einzelnen Teile sondern die mit der Zeit sich längende Schnur. Mögliche Abhilfe hätte vielleicht schon die Kürzung der Schnur gebracht. Aber von vorne:

Das Ölen

Die Wäschespinne wird soweit aufgespannt das die Leine gut durchhängt, am besten auf die unterste Raste einhacken lassen.

Wir sehen hier auf dem Bild das Ende eines Wäschespinnenarmes den wir demontieren wollen. Wir sehen links und rechts der Leine 2 kleine Rasternasen, die gilt es zu dearritieren. Verwendung finden hier 2 Schlitzschraubendreher.

Anschließend kann man das Plastikteil vom Wäschespinnenarm abziehen.

Zum Vorschein kommt ein Gewicht (ZL0410) was aus der Laufschiene entnommen wird.

Jetzt kann Stück für Stück die Leinenführung entnommen werden und unterseitig geölt werden. Die grünen Plastikteile werden nach einsetzen der schwarzen Leinenführung nur wieder zum Ende des Leinenarmes verschoben und die Nächste kann entnommen und geölt werden. Zum Schluß wird alles wieder zusammengeschoben und das Gewicht wieder eingesetzt. Die Endkappe kann dann wieder aufgeschoben und in die Rasternasen fassen. Das wird natürlich an jedem Wäschespinnenarm durchgeführt.

Am Zuggewicht der Leine (siehe die 4 Schlitze bei hochgezogenen Gewicht) können auch noch ein paar Spritzer Sylikonöl dran. Das ist nun der Teil zum Ölen.

Der nächste Teil beschäftigt sich mit dem Thema gerissene Leine.

Es wird händisch nicht am Zugseil die Wäschespinne aufgespannt bis zur ersten Raste. Dort sehen wir am Gestänge an jedem Wäschespinnenarm eine schwarze Plastiknase.

Ein kleiner Schraubenzieher sollte helfen diese aus ihrer Arritierung zu lösen.

Warum werden diese schwarzen Nasen entfernt? damit das Zugseilgewicht bis nach oben durchrutschen kann bei liegender Wäschespinne. Nach Demontage dieser Nasen die Spinne wieder einklappen und waagerecht auf einen Tisch etc legen. Oberste grüne Kappe mit einem Kreuzschlitzschraubendreher die 2 Schrauben ausdrehen und Kappe abziehen.

Mit einem langen Gegenstand (hier PE-Rohr) das Gewicht nach oben schieben und erstmal fixieren. Dann wieder erstmal Kappe leicht montieren um die Spinne wieder in die Halterung stecken. Dann Spinne leicht auseinanderziehen und etwas fixieren damit man an das Zuggewicht kommt (siehe Bild unten).

Hier einfach 2 PE-Rohre als Fixierung der Spinnenarme genommen. Jetzt kommen wir gut an das Mittelgewicht der Zugleine. Schnur erstmal lang lassen nicht dass das Gewicht wieder im Rohr verschwindet. Wenn die Schnur durch das Gewicht gefädelt wurde, wird am starren Ende ohne Führungsrolle ein Knoten gemacht, der unten eingeklemmt wird.

Nun noch die Schnur durch den Griff fädeln und verknoten.

Wir sollten jetzt die Kappe wieder auf das Rohr montieren, damit die Gestänge nicht aus der Halterung rutschen. Die Spinne wird jetzt händisch nicht am Seilzug bis zur 1 Raste aufgespannt und die schwarzen Plastiknasen wieder untergesteckt. Dann wieder die Spinne zusammenfahren lassen. Schnur wird jetzt auf die richtige Spannung eingestellt. Bei geschlossener Spinne wird die Schnur soweit gespannt das es kein Spiel mehr gibt. Wir machen hier jetzt einen neuen Knoten (Bild unten).

Auf der Griffseite sollte der rote Griff voll eingezogen sein, bei eingeklappter Spinne.

Nun die Feinabstimmung. Man zieht am Knoten bei vorerst geschlossener Spinne bis das Mittelgewicht des Zugseils an den schwarzen Plastiknasen anschlägt. Am besten werden durch eine zweite Person die Arme der Spinne etwas abgespreitzt(nur wenig das man das Zuggewicht sieht, diese müssen schon etwas die Plastiknasen rausdrücken und in dieser Stellung wird jetzt bei strafgehaltener Schnur wieder ein neuer Knoten gemacht und verklemmt.

Wie hier auf dem Bild sieht man im Rohr das Zuggewicht an den schwarzen Nasen stehen. Durch Längung der Schnur mit der Zeit singt das Gewicht immer tiefer und schafft es nicht mehr die Nasen nach aussen zudrücken. Irgendwann wird es so schwer das die Schnur reißt.

Also wichtig: die schwarzen Nasen müssen unbedingt auf dem weißen Zuggewicht anliegen.

Die Schnur ist übrigens 2mm stark (2,5mm ist schon zu dick ! ), UV beständig Bruchkraft 82daN~kg Tragkraft 27kg . Farbe ist egal aber man sollte auf eine hohe Reißfestigkeit achten. Eine 10m Schnur ist zwar zulang aber gibt Sicherheit beim Verschnitt.

Wenn das Aufspannen der Spinne immer schwerer geht ist es vielleicht an der Zeit die Schnur zu wechseln um sich das neue Einfädeln zu ersparen. Das Ölen ist meiner Meinung nach nicht der Grund für die Schwergängigkeit.

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